Fracking in Lippstadt und dem Kreis Soest

Lippstadt und der Kreis Soest liegen im Bereich „Falke South“, ein Gebiet, das sich das Unternehmen „BNK Deutschland GmbH“ für die Aufsuchung gesichert hat. Die Genehmigung dafür ist am 22.6.2012 erteilt worden.

Was bedeutet Fracking konkret?

Unkonventionelles Erdgas beschreibt eine Methode, mit der Erdgas, das in wenig durchlässigen Gesteinsschichten eingeschlossen ist, zu fördern.

Fracking (Hydraulic Fracturing) bezeichnet das Fördern von unkonventionellem Erdgas. Ein Gemisch von Wasser, Sand und Chemikalien wird mit hohem Druck in diese Gesteinsschichten gepresst. Dadurch wird das Gestein gesprengt und das Gas kann entweichen.

Pro Bohrung werden mehrere 100.000 l Wasser benötigt. Ein Teil davon bleibt zusammen mit unbekannten höchst giftigen Chemikalien im Boden zurück. Ca. 30 % werden zurück geholt und muss wie Atommüll gelagert werden, da es nun mit den Chemikalien und „natürlicher“ Radioaktivität verseucht ist.

Risiken des Frackings

  • Die Chemikalien könnten in das Grundwasser gelangen und unser Trinkwasser verseuchen.
  • Deutschland ist viel dichter besiedelt und hat nicht so viel Wasser wie die USA
  • Es können mehr als nur die erdgasfördernde Gesteinsschicht gesprengt werden. Dadurch besteht die Gefahr, dass Methan und andere „natürliche“ Gifte unkontrolliert an die Oberfläche gelangt.
  • Das Bohrloch ist undicht oder wird nach der Förderung nicht richtig abgedichtet (wie lange hält eine Dichtung?).
  • Verglichen mit AKWs haben wir beim Fracking ein Vielfaches mehr Strahlung zu erwarten.

 Konsequenzen für die Bevölkerung

  • die Kosten für Trink- und Nutzwasser steigen für die Bevölkerung erheblich
  • Gefahr von Erdbeben
  • Hoher Flächenverbrauch, Schwerverkehr und Lärm
  • Wälder und Landwirtschaft verschwinden, durch flächendeckende Bohrungen
  • Verunreinigter Boden wie in Bad Laer später nicht mehr nutzbar
  • Bevölkerung zahlt für die Gewinne der Unternehmen

 Unsere Forderungen

  • Trinkwasserschutz muss vor allen anderen Interessen stehen
  • Mindestens zweijähriges bundesweites Moratorium bis alle relevanten Daten vorliegen
  • Anpassung des Bergrechtes auf Bundesebene
  • Verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung auf Kosten der Unternehmen
  • Intensive Bürgerbeteiligung vor Bohrungen

Linksammlung

Der Ortsverband von „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“ in Lippstadt spricht sich für ein kompromissloses Frackingverbot aus, weil die Folgen dieser Risikotechnologie unberechenbar sind. Um über das Verfahren, die Risiken und möglichen Folgen zu informieren, haben wir eineLinksammlung zusammengestellt.

Die wichtigste deutschsprachige Quelle zum Thema Fracking im Internet ist zurzeit die Website

http://www.gegen-gasbohren.de, die aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft und Bürgerinitiativen bündelt.

Links aus der Politik:

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/36605378_kw47_pa_umwelt/index.html

• http://oliver-krischer.eu/detail/nachricht/bundestagsrede-zur-foerderung-von-unkonventionellem-erdgas-fracking.html

Zwei neue Fracking-Gutachten bestätigen: Ein Moratorium ist alternativlos.

Über die Website von Oliver Krischer, kann man die Gutachten, die der Bund und das Land NRW in Auftrag gegeben haben, downloaden:

• http://oliver-krischer.eu/detail/nachricht/neue-gutachten-bestaetigen-fracking-moratorium-alternativlos.html

Auch in den Medien hat sich das Thema Fracking in den letzten Monaten etablieren können. Viele Magazin-Sendungen haben inzwischen Beiträge zu unterschiedlichen Aspekten der Risiken gebracht. Hier einige Beispiele:

• Markt: http://www.youtube.com/watch?v=zMbgSfXlN2o

• Monitor: www.youtube.com/watch?v=eO_5j37F_q4

 

• Interview mit Dr. Manfred Scholle, Vorstandsvorsitzender von Gelsenwasser AG
www.youtube.com/watch?v=c7enzSu36qc

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